Schlau Schule

Auf ins Junge Quartier Obersendling - Update

Mär 6, 2019

2019 wird der Trägerkreis Junge Flüchtlinge e. V. mit allen Standorten in das Junge Quartier Obersendling umziehen. Das Junge Quartier wird ein vielfältiges Integrationsprojekt, welches junge Menschen in Aus- und Weiterbildung mit und ohne Fluchthintergrund und die ortsansässige Jugend bzw. generell die Anwohner aktiv zusammenführt, insbesondere auch hinsichtlich des Umgangs mit Vielfalt und der beruflichen Orientierung.

Wir halten Sie hier auf dem Laufenden! Schauen Sie demnächst mal wieder vorbei.

Den Umzug ins Junge Quartier Obersendling, der wegen Bauverzögerungen nun im Sommer 2019 erfolgt, nutzen wir dazu, unsere Schulorganisation zu modernisieren. Zugleich eröffnen uns die neuen Räumlichkeiten bislang nicht realisierbare pädagogische Möglichkeiten. Aus diesem Grund haben wir ein interdisziplinäres Schulleitungsteam eingeführt, das Unterrichtspädagogik und Soziale Arbeit auf Augenhöhe vereint. Beide Aspekte tragen gleichermaßen zum Erfolg von SchlaU bei.

Künftig werden wir in vier Schuleinheiten („Dörfer“) arbeiten, die ein noch individuelleres Eingehen auf die Schüler*innen und eine höhere Flexibilität für gute Lehr- und Lernansätze bieten. In einem „Raum der Ermöglichung“ (Makerspace) können unsere Schüler*innen und ÜSB´ler (Teilnehmer*innen bei SchlaU-Übergang Schule-Beruf) interdisziplinär, berufsorientierend und gemeinschaftlich voneinander lernend ihre Talente entdecken und Fertigkeiten ausbauen.

Um dies wirkungsvoll umzusetzen, planen wir zurzeit insbesondere die Ausstattungen der Räume. Dabei haben wir uns Experten an unsere Seite geholt wie Architekten, aber auch Raumausstatter und es hat bereits erste Workshops gegeben und weitere sind geplant. Diese Partner haben viel Erfahrung in der Nutzung von Räumen, zum Beispiel auch in Verbindung mit Lernhauskonzepten. Ebenfalls sind wir vor Ort bei ähnlichen Anbieten von Räumen wie dem „Makerspace“, um uns Eindrücke zu holen und die Erfahrungswerte anderer einzusammeln.

 

Kooperationen auf dem Bildungs-und Integrationscampus „Junges Quartier Obersendling“

Durch die garantierte Mietdauer von 22 Jahren werden wir die SchlaU-Wirkungskette integrativ leben und weiterentwickeln.

Darüber hinaus hat der Trägerkreis Junge Flüchtlinge e.V. sich bereits mit anderen dort ansässigen freien Trägern getroffen, die Angebote für Kinder und Jugendliche mit und ohne Fluchthintergrund machen (z.B. im medienpädagogischen Bereich oder durch inklusiven Sport), mit dem Ziel, einen Campus für Bildung und Integration realisieren. Damit wir unser Ziel erreichen und dass sich die SchlaU-Schüler*innen besser entfalten können, haben wir bereits begonnen mit den dort ansässigen Trägern über Kooperationsmöglichkeiten nachzudenken, zum Beispiel in Hinblick auf Sportmöglichkeiten. Auch die Nutzung von Angeboten der anderen Träger durch die SchlaU-Schüler*innnen ist in Planung, zum Beispiel medienpädagogische Angebote über das Café Netzwerk.

Gemeinsam wird das Junge Quartier Obersendling bespielt und Synergien geschaffen, um eine nachhaltige Wirkungskette zur Stärkung, Perspektiventwicklung und Ausbildung junger Menschen zu bilden.

 

Hintergrundinformationen zum Jungen Quartier Obersendling

Die Landeshauptstadt München möchte mit dem Jungen Quartier Obersendling ein weiteres Leuchtturmprojekt initiieren und neuen (vor allem jungen) BürgerInnen aus München, aus anderen Teilen Deutschlands und aus anderen Ländern der Welt einen Ort der Stabilisierung und nachhaltigen Integration bieten. In einem großen, derzeit leerstehenden Gewerbekomplex an der U-Bahn »Machtelfingerstraße« soll einerseits Büroraum geschaffen, andererseits die Unterbringung junger Menschen möglich werden.

Gleichzeitig soll aber auch ein Bildungs-, Begegnungs- und Kulturzentrum entstehen, welches bundesweit zu einem Integrationsprojekt mit Vorbildcharakter werden kann. So ist neben Bildungs- und Integrationsmaßnahmen für junge geflüchtete Menschen auch deren Unterbringung auf dem Gelände gemeinsam mit anderen junger Menschen in Ausbildung oder im Studium geplant. Offene jugendbezogene und kulturelle Maßnahmen sollen dabei den Stadtteil und die Stadtgesellschaft aktiv mit einbinden.

Durch die Anbindung vielfältiger Angebote an den Campus kristallisiert sich der inklusive, integrative und (berufs)bildende Charakter des jungen Quartiers besonders heraus. Neben der vorübergehenden Unterbringung der städtischen Schulanlage Luisenstraße mit ihren Werkstätten, Angeboten zur beruflichen Orientierung, Sprach- und Integrationskursen, dem Café Netzwerk des Kreisjugendrings, dem Straßenfußballprojekt buntkicktgut, dem Musikunterrichtsangebot Mikado und anderen Angeboten der Initiativgruppe München e. V wird der Trägerkreis Junge Flüchtlinge e. V. mit der SchlaU-Schule, dem Nachbetreuungsprogramm ÜSB und der SchlaU-Werkstatt für Migrationspädagogik in die Mitte des Campus einziehen.

Das sogenannte Modul Mitte des Campus wird sicher der zentrale soziale Knotenpunkt und Marktplatz des Jungen Quartiers Obersendling. Eine Kantine als sozialer Ausbildungsbetrieb vervollständigt diesen Begegnungsort.

Copyright: GEG German Estate Group AG

Zurück zur Newsübersicht

Facebook News News News